In den französischen Alpen Nähe Gap

Faszination Segelflug

dsc01521_„Droge Segelfliegen“ oder
Ein Weg in eine faszinierende Erlebniswelt

An einem schönen Frühlingstag im „Jugendrad-Alter“, als ich g­rade bei Büchenbronn unterwegs war, hörte ich ein untypisches Motorengeräusch aus der Luft. Ich blickte nach oben und sah am blauen Himmel einen wunderschön glitzernden, historischen Doppeldecker dahintuckern. Meine Blicke folgten ihm gebannt und fasziniert Richtung Süden bis er am Horizont vor der Silhouette der Burg Teck zum Landeanflugug ansetzte. Gefesselt von dem herrlichen Anblick, setzte ich mich wieder auf mein Fahrrad und fuhr los in Richtung Süden, dort wo der Doppeldecker aus meiner Sichtweite verschwand. Ich wollte dieses edle Teil auch aus der Nähe betrachten. Am Abend gelang es mir dann tatsächlich, diese aufwändig restaurierte Rarität in einem Hangar am Flugplatz in Nabern/Teck ausfindig zu machen. Auf dieser „Fährte“ kam ich zuerst auf dem Segelfluggelände Hahnweide vorbei, dort fand ich zwar keinen Doppeldecker, jedoch jede Menge wunderschön in der Abendsonne glitzernde weiße Segelflugzeuge.
Vom Flugfieber gepackt, gelang es mir, meinen Vater zu überreden, mir auf der Hahnweide einen „Schnupperflug“ in einem doppelsitzigen Segelflugzeug zu gönnen. Dies wurde, zu meiner Überraschung, bereits an Ostern in die Tat umgesetzt. Dabei hatte ich zum ersten Mal Kontakt mit dem Ebersbacher Sportfliegerclub. Von da an überschlugen sich die Ereignisse. Kurze Zeit später stand ich an einem Freitagabend im Vereinsheim in der Gottlieb-Häfele-Straße (dort trifft man sich heute noch regelmäßig freitagabends zur Werkstattarbeit) vor dem Vorstand mit der Frage, ob ich „hier“
mitmachen könne. Die Antwort war: „Wenn de ordentlich aufführst, selbstverständlich“.
Schon an Pfingsten im selben Jahr hatte ich meine ersten Schulstarts absolviert. Das war der Eintritt in die faszinierende Welt des Segelfliegens.
Inzwischen sind mehrere Jahre vergangen, dazwischen liegen jede Menge erlebnisreiche Flüge und unvergessliche Momente hoch über der Erde. Der oben erwähnte Fliegerkamerad ist inzwischen Ehrenpräsident des SFC (Anmerkung: Dieser Herr hat sich offensichtlich auch „ordentlich aufgeführt“.) und das Verlangen nach immer neuen Flugerlebnissen ist immer noch ungebrochen – „Droge Segel­fliegen“ – zu Nebenwirkungen und Risiken fragen Sie am besten den Sportfliegerclub Ebersbach.

 Jens Langbein
(24.06.2005)

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