Segelflugausbildung

Allgemeine Informationen:

Die Segelflugausbildung hat im SFC – Ebersbach eine lange Tradition. Bereits seit der Gründung des Vereins nach dem 2. Weltkrieg wird bei uns Anfängerschulung betrieben. Während die Ausbildung anfangs noch ausschließlich im Windenbetrieb stattfand, wird mittlerweile die gesamte Segelflugausbildung im Flugzeug – Schlepp Betrieb absolviert. Die Vorteile des F – Schlepps liegen in der höheren Sicherheit und der größeren Ausgangsflughöhen nach dem Start, wodurch gleich zu Anfang längere Flüge absolviert werden und der Umgang mit dem Fluggerät schneller erlernt wird. Der Nachteil liegt in den höheren Anfangskosten, da man für jede Schleppminute bezahlen muss. Dies relativiert sich aber im Lauf der Ausbildung, denn der Lerneffekt ist von Anfang an größer und man kommt damit schneller ans Ziel. Das Ziel ist als selbstständiger Pilot eigenverantwortlich fliegen zu können.

Die praktische Ausbildung durch unsere Fluglehrer erfolg für unsere Vereinsmitglieder kostenlos, d.h. der Schüler muss ausschließlich die Kosten für den F – Schlepp und die Segelflugstunde übernehmen.

Wie sich die Kosten für Neueinsteiger und Flugschüler genau zusammensetzen ist unter „Beitritt“ im Einzelnen aufgeführt.

Der Ablauf der Segelflugausbildung im SFC – Ebersbach:

  • Zunächst wird mit dem Interessenten ein Schnupperflug durchgeführt, damit dieser einen ersten Eindruck vom Segelfliegen bekommt und eine Entscheidung bezüglich der Segelflugausbildung treffen kann.
  • Ist dann die Entscheidung gefallen die Segelflugausbildung zu absolvieren, ist es aus versicherungstechnischen Gründen notwendig, dass der zukünftige Flugschüler im zweiten Schritt aktives Vollmitglied im SFC – Ebersbach wird.
  • Ist der Antrag gestellt und der Flugschüler als Mitglied aufgenommen, folgt im dritten Schritt eine umfangreiche ärztliche Tauglichkeitsprüfung. Hierzu gehört die Untersuchung der fliegerischen Tauglichkeit durch einen speziellen Fliegerarzt, die alle paar Jahre wiederholt werden muss, und die einmalige Untersuchung der Sehkraft durch einen Augenarzt. Aber keine Angst, auch Leute mit Brille und körperlichen Defiziten können diese Untersuchung bestehen! Es wird hierbei nur die grundsätzliche Flugtauglichkeit geprüft, damit sichergestellt werden kann, dass der Bewerber auf Grund seiner körperlichen und geistigen Verfassung risikofrei den Segelflugsport betreiben kann.
  • Nach dieser Hürde beginnt im vierten Schritt die eigentliche Segelflugausbildung. Zusammen mit einem unserer Fluglehrer werden nun die ersten Starts absolviert, bei denen der Schüler in größeren Höhen zum ersten mal das Steuer selbst in die Hand nehmen darf. Nach und nach lernt der Flugschüler das Fluggerät zu beherrschen. Hat der Flugschüler eine gewisse Sicherheit im Umgang mit dem Segelflugzeug gewonnen, überlässt ihm der Fluglehrer nach und nach immer mehr die Kontrolle, bis der Schüler schließlich in der Lage ist selbstständig zu Starten und zu Landen. Während jedes Fluges klärt der Fluglehrer den Schüler über die geltenden Regeln im Segelflug auf und weist ihn ggf. auf gemachte Fehler hin. Kurz vor dem ersten Alleinflug folgt eine umfangreiche Sicherheitseinweisung durch den Fluglehrer. Dabei werden  Notfallsituationen wie Trudeln, der Strömungsabriss, Landen aus ungewohnter Position und Ähnliches so lange geübt, bis der Flugschüler die notwendigen Handgriffe reflexartig beherrscht.
  • Der fünfte Schritt in der Segelflugausbildung ist einer der einprägsamsten überhaupt für einen Segelflugpiloten, der erste Alleinflug. Nachdem zwei Fluglehrer die Alleinflug – Reife eines Segelflugschülers bestätigt haben, folgt für den Flugscheinaspiranten der erste Flug auf dem vertrauten Segelflugzeugmuster ohne Fluglehrer. Dieses prickelnde Erlebnis darf der Flugschüler drei mal über sich ergehen lassen. Danach hat er die so genannte A – Prüfung bestanden.

 

  • Nachdem mehrere Starts und Stunden im Alleinflug gesammelt wurden folgt im sechsten Schritt die Umschulung auf ein zweites, einsitziges Segelflugzeugmuster. In unserem Verein bedeutet das, den Discus b. Mit diesem Flugzeug können nun die notwendigen Starts und Stunden, die für den Flugschein erforderlich sind, gesammelt werden.
  • Nach diesen sechs Schritten ist der Sommer meistens vorbei und der regnerische Herbst hält Einzug. Aber auch bei Regenwetter kann die Segelflugausbildung weiter

betrieben werden. Zwar nicht im praktischen, dafür aber im theoretischen Bereich.

Im siebten Schritt lernt der Flugschüler die Theorie hinter dem Fliegen kennen. Dazu gehört eine Prüfung im deutschen Luftsprechfunk (BZF – II) und  eine umfangreiche Ausbildung in den Fächern Luftrecht, Technik, Meteorologie, Verhalten in besonderen Fällen, Aerodynamik und menschliches Leistungsvermögen. In diesen Fächern muss eine umfangreiche Prüfung am Regierungspräsidium in Stuttgart abgelegt werden. Die notwendigen Theoriestunden können entweder in Wochenendseminaren an der Hahnweide Motorflugschule, oder im einwöchigen Kompaktseminar auf dem Hornberg absolviert werden.

  • Ist die theoretische Prüfung geschafft, ist das Schlimmste überstanden. Im folgenden achten Schritt muss der Flugschüler zusammen mit dem Fluglehrer drei Landungen auf einem fremden Flugplatz absolvieren.
  • Dies ist notwendig, damit im folgenden neunten Schritt ein vom Flugschüler selbstständig geplanter und durchgeführter 50 km Streckenflug ohne Risiko durchgeführt werden kann.
  • Im zehnten und letzten Schritt muss der Flugscheinaspirant drei Starts mit einem Prüfer absolvieren, der nach diesen Prüfungsflügen entscheidet, ob der Schüler alle notwendigen praktischen Fertigkeiten besitzt und berechtigt ist, die Private Pilotenlizenz für Segelflugzeugführer ( PPL – C) zu tragen.
  • Mit den erfolgreich bestandenen Prüfungsflügen ist die Segelflugausbildung abgeschlossen und der Flugschüler ist zum Segelflugpilot aufgestiegen. Von nun an darf er jederzeit mit jedem Segelflugzeug an (fast) jedem Ort der Welt ohne Fluglehrer völlig frei und eigenverantwortlich Segelfliegen.

 

Die Segelflugausbildung im SFC kompakt:

  1. Schnupperflug
  2. Mitglied werden im SFC
  3. Fliegerärztliche Untersuchung
  4. Übungsflüge mit Fluglehrer
  5. Erster Alleinflug
  6. Umschulung auf einsitziges Segelflugzeug Discus b
  7. Aneignen der theoretischen Kenntnisse und Prüfung
  8. 3 Landungen auf fremden Flugplätzen mit Fluglehrer
  9. 50 km Streckensegelflug
  10. 3 praktische Prüfungsflüge

Bei Fragen zur Segelflugausbildung einfach eine E-Mail an segelflug ätt sfc-ebersbach punkt de

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